Über den Preis einer Website wird viel gesprochen, über die laufenden Kosten selten. Dabei entscheiden gerade sie darüber, ob eine Seite nach drei Jahren noch funktioniert oder zur Baustelle wird. Hier steht, was tatsächlich anfällt und was du dir sparen kannst.

Was kostet eine Website pro Jahr? Die laufenden Kosten ehrlich erklärt

Die drei Posten, die immer anfallen

Erstens die Domain, also deine Internetadresse. Sie wird jährlich verlängert und ist der günstigste Posten überhaupt. Zweitens das Hosting, also der Platz auf einem Server, von dem deine Seite ausgeliefert wird. Drittens das Sicherheitszertifikat, erkennbar am Schloss im Browser, das heute bei den meisten Anbietern enthalten ist.

Diese drei sind unvermeidlich, aber überschaubar. Wer hier spart, spart an der falschen Stelle: Ein billiges Hosting mit langsamen Antwortzeiten kostet dich Besucher und Google-Position, und das fällt deutlich schwerer ins Gewicht als der Preisunterschied.

Die Posten, die von der Technik abhängen

Wenn deine Seite auf einem System mit Erweiterungen läuft, kommen Aktualisierungen dazu. Diese Systeme werden regelmäßig weiterentwickelt, und wer Aktualisierungen liegen lässt, sammelt Sicherheitslücken. Das ist der Posten, der am häufigsten unterschätzt wird.

Bei modern gebauten Seiten ohne solche Erweiterungen entfällt dieser Aufwand weitgehend. Das ist ein Grund, warum sich der etwas höhere Anfangspreis über die Jahre relativieren kann. Frag deshalb vor dem Bau nach, welcher Pflegeaufwand künftig auf dich zukommt.

Wer die laufenden Posten kennt, wird von keiner Rechnung überrascht.
Wer die laufenden Posten kennt, wird von keiner Rechnung überrascht.

Die drei Posten, die fast alle vergessen

Erstens die geschäftliche E-Mail-Adresse auf deiner eigenen Domain. Sie ist nicht im Hosting enthalten, kostet wenig und wirkt sofort professioneller als eine Freemail-Adresse.

Zweitens die rechtliche Aktualität. Vorschriften ändern sich, zuletzt etwa bei den Impressumsangaben und der Streitbeilegung. Einmal jährlich draufschauen zu lassen, ist deutlich günstiger als eine Abmahnung.

Und drittens die Inhalte selbst. Preise ändern sich, Leistungen kommen dazu, Fotos veralten. Wer dafür keine Zeit oder kein Budget einplant, hat nach zwei Jahren eine Seite, die nicht mehr stimmt.

Was du dir sparen kannst

Betreuungspakete für Leistungen, die du nicht brauchst. Wenn deine Seite technisch schlank gebaut ist, du keine ständigen Änderungen hast und lokal kaum Wettbewerb herrscht, ist eine monatliche Rundum-Betreuung oft überflüssig.

Ebenso überflüssig: mehrere Domains, die nur auf die Hauptseite weiterleiten, teure Werkzeuge zur Auswertung für eine Seite mit wenigen hundert Besuchern, und Zusatzfunktionen, die im Angebot gut klangen und seither niemand benutzt hat. Geh einmal jährlich alles durch, was abgebucht wird.

Wie du die Kosten richtig einordnest

Rechne nicht in Ausgaben, sondern in Ergebnis. Eine Seite, die im Jahr einen überschaubaren Betrag kostet und dir einen einzigen zusätzlichen Auftrag bringt, hat sich meist schon getragen. Eine Seite, die nichts kostet und nichts bringt, ist teurer.

Deshalb lohnt es sich, einmal im Jahr in der Google Search Console nachzusehen, wie viele Menschen dich über die Suche finden. Diese Zahl neben die Jahreskosten gestellt, macht die Bewertung leicht.

Was du vor dem Auftrag klären solltest

Frag konkret nach drei Dingen: Was fällt jährlich an, wer trägt diese Verträge, und was kostet eine kleine Änderung nach dem Start. Diese drei Antworten gehören ins Angebot, nicht ins Kleingedruckte.

Und kläre die Eigentumsfrage: Domain und Inhalte sollten auf dich laufen. Sonst zahlst du irgendwann nicht mehr für eine Leistung, sondern für den Zugang zu deiner eigenen Website.

Wie sich der einmalige Preis zusammensetzt und welche Faktoren ihn bestimmen, steht in was eine professionelle Website kostet als Ergänzung zu dieser Übersicht.

Häufige Fragen

Was kostet eine Domain im Jahr?

Eine übliche Adresse mit der Endung de liegt im niedrigen einstelligen Bereich pro Jahr. Das ist der kleinste Posten überhaupt.

Brauche ich wirklich ein eigenes Hosting?

Deine Seite muss irgendwo liegen, ja. Bei modernen Lösungen ist das oft günstiger als früher, teilweise sogar in Grundpaketen enthalten.

Ist eine monatliche Betreuung Pflicht?

Nein. Sinnvoll ist sie, wenn dein System regelmäßige Aktualisierungen braucht oder du oft Änderungen willst. Bei einer schlanken, stabilen Seite geht es auch ohne.

Was passiert, wenn ich Aktualisierungen liegen lasse?

Bei Systemen mit Erweiterungen sammeln sich Sicherheitslücken. Im schlimmsten Fall wird die Seite manipuliert, was Besucher und Google-Position kostet.

Kann ich Kosten sparen, indem ich selbst pflege?

Ja, wenn die Seite dafür gebaut ist. Sag das vor dem Auftrag, dann wird ein Bereich eingerichtet, in dem du Texte und Bilder ohne technische Kenntnisse ändern kannst.

Wie merke ich, ob sich meine Website rechnet?

Schau in die Google Search Console: Wie viele Menschen finden dich über die Suche, wie viele klicken. Diese Zahlen neben die Jahreskosten gestellt, geben eine klare Antwort.

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