Vereine kämpfen fast überall um Nachwuchs. Dabei ist die Website oft der erste Kontaktpunkt für Interessierte, wird aber wie ein Aktenordner behandelt: voller Protokolle, aber ohne Antwort auf die einzige Frage, die zählt, nämlich wie man mitmachen kann.

Die Einstiegsfrage nach vorn
Wer auf einer Vereinswebsite landet, will meist eines wissen: Kann ich hier mitmachen und wie. Diese Antwort gehört ganz nach oben, nicht unter Punkt sieben im Menü.
Schreiben Sie konkret, wann und wo Training oder Treffen stattfinden, ob man einfach vorbeikommen kann, ob ein Schnuppertermin möglich ist und an wen man sich wendet. Ein Satz wie Komm einfach dienstags um 18 Uhr vorbei, Anmeldung nicht nötig wirkt stärker als jede Vereinsgeschichte.
Zeigen, wie es bei euch ist
Menschen treten Vereinen wegen der Gemeinschaft bei, nicht wegen der Satzung. Fotos von Veranstaltungen, Trainings und Feiern zeigen die Atmosphäre besser als jeder Text.
Achten Sie dabei auf die Einwilligung der abgebildeten Personen, besonders bei Kindern und Jugendlichen. Eine kurze schriftliche Erlaubnis der Eltern gehört zum Standard.

Ehrenamtliche entlasten
Der häufigste Grund, warum Vereinswebsites veralten: Niemand hat Zeit, sie zu pflegen. Deshalb muss die Seite so gebaut sein, dass Aktualisierungen in Minuten gehen, auch für technisch ungeübte Vorstandsmitglieder.
Termine, Neuigkeiten und Ansprechpartner sollten sich ohne Programmierkenntnisse ändern lassen. Alles, was kompliziert ist, wird auf Dauer nicht gepflegt.
Formulare statt Papierkram
Ein Online-Formular für Mitgliedsanträge senkt die Hürde deutlich. Wer erst ein PDF herunterladen, ausdrucken, ausfüllen und einwerfen muss, springt oft ab.
Dasselbe gilt für Anmeldungen zu Veranstaltungen oder Turnieren. Jeder eingesparte Schritt bedeutet mehr Anmeldungen und weniger Nachfragen beim Vorstand.
Was eine Vereinswebsite kosten sollte
Vereine haben selten große Budgets, und das ist auch nicht nötig. Eine gute Vereinswebsite braucht keine aufwendigen Effekte, sondern klare Struktur, einfache Pflege und mobile Bedienbarkeit.
Wichtig ist außerdem, dass Impressum und Datenschutzerklärung vorhanden sind. Auch Vereine unterliegen diesen Pflichten, und gerade hier wird häufig geschlampt.
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Häufige Fragen
Braucht ein Verein ein Impressum?
Ja. Auch Vereine benötigen ein Impressum und eine Datenschutzerklärung. Das wird häufig übersehen und kann abgemahnt werden.
Können wir die Website selbst pflegen?
Ja, wenn sie entsprechend gebaut ist. Termine, Nachrichten und Ansprechpartner lassen sich ohne Technikkenntnisse aktualisieren.
Dürfen wir Fotos von Mitgliedern zeigen?
Nur mit Einwilligung der abgebildeten Personen, bei Minderjährigen mit Zustimmung der Eltern. Eine kurze schriftliche Erlaubnis genügt.
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