Die meisten Website-Texte klingen wie eine Selbstbeschreibung: Wir sind ein junges, dynamisches Unternehmen. Das interessiert leider niemanden. Gute Texte drehen die Perspektive um und sprechen davon, was der Leser davon hat. Diese sieben Regeln machen den Unterschied.

Regel 1: Schreib über den Kunden, nicht über dich
Zähl auf deiner Startseite mal, wie oft wir vorkommt und wie oft Sie oder du. Wenn wir gewinnt, schreibst du am Leser vorbei.
Aus Wir bieten hochwertige Sanierungen wird besser dein Bad wird in zwei Wochen fertig, ohne Dreck im ganzen Haus. Gleiche Information, aber jetzt geht es um den Kunden.
Regel 2: Beantworte die wichtigste Frage sofort
Jeder Besucher hat beim Laden deiner Seite eine Frage im Kopf: Bin ich hier richtig? Diese Frage muss dein erster Satz beantworten, nicht der dritte Absatz.
Sag klar, was du machst und für wen. Kreative Wortspiele als Überschrift wirken originell, kosten dich aber Besucher, die nicht sofort verstehen, worum es geht.
Regel 3: Konkret schlägt allgemein
Hohe Qualität und persönlicher Service sagen nichts, weil sie jeder schreibt. Zahlen und konkrete Aussagen wirken dagegen sofort.
Statt schnelle Reaktionszeiten schreib Antwort innerhalb von 24 Stunden. Statt langjährige Erfahrung schreib seit 2011 über 200 Projekte. Konkretes ist überprüfbar und deshalb glaubwürdig.

Regel 4: Kurze Sätze, kurze Absätze
Am Bildschirm liest niemand lange Textblöcke. Drei bis vier Zeilen pro Absatz sind das Maximum, danach braucht das Auge eine Pause.
Nutze Zwischenüberschriften großzügig. Die meisten Menschen überfliegen eine Seite zuerst und lesen dann nur die Abschnitte, die sie interessieren. Wer nur Fließtext bietet, wird gar nicht gelesen.
Regel 5: Texte für Webseiten schreiben heißt schreiben, wie du sprichst
Lies deine Texte laut vor. Wenn du beim Sprechen stolperst oder es sich gestelzt anfühlt, ist der Satz zu kompliziert.
Fachbegriffe schrecken ab, wenn dein Kunde kein Fachmann ist. Responsive Webdesign sagt einem Bäcker nichts. deine Seite sieht auf dem Handy genauso gut aus versteht jeder sofort.
Regel 6: Sag, was als Nächstes passieren soll
Jeder Abschnitt sollte auf eine klare Handlung hinauslaufen. Anrufen, schreiben, Termin buchen. Wer das nicht sagt, bekommt es auch nicht.
Formuliere die Handlung aus der Sicht des Lesers und nimm ihm die Angst davor. Kostenloses Erstgespräch vereinbaren wirkt deutlich besser als ein nacktes Absenden.
Regel 7: Schreib für Menschen, denk an Google
Deine wichtigsten Suchbegriffe sollten natürlich in Überschriften und Text vorkommen. Aber immer so, dass es sich beim Lesen normal anfühlt.
Texte, die mit Keywords vollgestopft sind, erkennt Google zuverlässig und wertet sie ab. Die Regel ist einfach: Erst für Menschen schreiben, dann prüfen, ob die wichtigsten Begriffe auf natürliche Weise vorkommen.
Schreib in der Sprache deiner Kunden, nicht deiner Branche
Jede Branche hat ihre Fachbegriffe, und fast jede benutzt sie zu früh. Dein Kunde sucht nicht nach dem Fachwort, sondern nach seinem Problem. Er tippt undichtes Dach, nicht Bauwerksabdichtung.
Die einfachste Prüfung: Lies deinen Text jemandem vor, der nicht in deiner Branche arbeitet. Überall, wo nachgefragt wird, ist eine Stelle zum Umschreiben. Verständlichkeit ist kein Zeichen von Einfachheit, sondern von Können.
Die ersten drei Zeilen entscheiden alles
Die meisten Besucher lesen nicht, sie überfliegen. Was oben steht, entscheidet, ob sie bleiben. Beginne deshalb nie mit der Firmengeschichte, sondern mit dem, was der Leser davon hat.
Ein guter Einstieg beantwortet drei Dinge in einem Atemzug: Was bekomme ich, für wen ist das, und warum ausgerechnet hier. Alles Weitere kann darunter folgen, aber diese drei Punkte müssen sofort sichtbar sein.
Sag konkret, was passieren soll
Sätze wie Wir freuen uns auf deine Kontaktaufnahme führen zu nichts. Sag stattdessen genau, was du willst und was danach kommt: Ruf an und wir schauen uns dein Projekt an, du bekommst innerhalb von zwei Tagen eine Rückmeldung.
Nimm dem Leser außerdem die Angst vor dem Schritt. Der Hinweis, dass ein Erstgespräch nichts kostet und unverbindlich ist, senkt die Hürde mehr als jede Formulierungskunst.
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Häufige Fragen
Wie lang sollte ein Website-Text sein?
So lang wie nötig, so kurz wie möglich. Für eine wichtige Leistungsseite sind 300 bis 800 Wörter üblich, aber Substanz zählt mehr als Länge.
Soll ich duzen oder siezen?
Das hängt von deiner Zielgruppe ab. Wichtig ist nur, dass du dich für eine Variante entscheidest und sie konsequent durchhältst.
Kann ich Texte von einer KI schreiben lassen?
Als Rohentwurf ja, aber ungeprüft veröffentlicht wirken sie austauschbar. Deine eigenen Beispiele, Zahlen und Formulierungen machen den Unterschied.
Wie lang sollte ein Text auf einer Unterseite sein?
So lang wie nötig, um die Fragen des Lesers zu beantworten. Für eine Leistungsseite sind einige hundert Wörter üblich. Wichtiger als die Länge ist, dass jeder Absatz einen eigenen Zweck hat.
Kann ich Texte von künstlicher Intelligenz schreiben lassen?
Als Rohentwurf ja. Ungeprüft veröffentlicht klingen sie austauschbar und enthalten oft Aussagen, die auf dein Geschäft nicht zutreffen. Deine eigenen Beispiele und Formulierungen sind der Teil, der wirkt.
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